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Gesetz zur Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie der EU

Das Gesetz zur Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie der EU trat am 29. Oktober 2020 in Kraft. Der maßgebliche Zeitpunkt für die Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes <a href="https://polit-x.de/de/search?query=KrWG">(KrWG)</a>. Bis heute hat das Gesetz dauerhafte Änderungen in Deutschland gehabt.



Aktuelle Bedeutung und Auswirkungen auf das deutsche Abfallrecht

Mit der Gesetzesnovelle reagierte der Deutsche Bundestag auf das europäische Legislativpaket zur Kreislaufwirtschaft, das 2018 in Kraft trat. Dieses Paket verpflichtete die Mitgliedstaaten, ihre Abfallgesetzgebung innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums an neue europäische Zielvorgaben anzupassen. Ziel war es, den Übergang von einer linearen Abfallwirtschaft hin zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen.



Die Abfallrahmenrichtlinie als Fundament des EU-Abfallrechts

Die zetrale Grundlage des europäischen Abfallrechts ist die Abfallrahmenrichtlinie (2008/98/EG). Sie legt die grundlegenden Prinzipien für den Umgang mit Abfällen in der Europäischen Union fest und definiert eine fünfstufige Abfallhierarchie:

  • Abfallvermeidung
  • Vorbereitung und Wiederverwendung
  • Recycling
  • sonstige Verwertung
  • Beseitigung


  • Diese Richtlinie wurde in Deutschland bereits 2012 durch das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) umgesetzt. Mit der Änderungsrichtlinie (EU) 2018/851 verschärfte die EU jedoch ihre Vorgaben deutlich. Neben höheren Recyclingzielen und strengeren Anforderungen an die getrennte Sammlung von Abfällen rückten auch Themen wie Produktverantwortung, Ressourceneffizienz und Abfallvermeidung stärker in den Fokus. Die Umsetzung dieser Änderungen machte eine erneute Novellierung des deutschen Kreislaufwirtschaftsgesetzes erforderlich.



    Umsetzung der EU-Vorgaben im deutschen Recht

    Mit dem Gesetz zur Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie der Europäischen Union wurden die europäischen Vorgaben in deutsches Recht übertragen und zugleich weiterentwickelt. Zum einen musste naürlich europarechtskonform gehandelt werden, trotzdem konnte das deutsche Abfallrecht auch modernisiert werden:

  • Fokus auf Kreislaufwirtschaft statt Entsorgung: Ressourcenmanagement, Abfallvermeidung und Recycling, sowie die bessere Nutzung von Sekundärrphstoffen.
  • Höhere Recyclingquoten & getrennte Sammlung: Recyclingquoten für Papier, Glas, Kunststoffe, Bioabfälle wurden angehoben, sowie die Plficht zu getrennten Sammlungen
  • Stärkung der Produktverantwortung: Hersteller müssen Produkte langlebig, reparierbar, recyclingfähig gestalten, zudem sind Rücknahmesysteme und Recyclingpflichten klarer geregelt
  • Abfallvermeidung als rechtliche Pflicht


  • Die EU-Abfallrahmenrichtlinie führt in Deutschland also weiterhin zu erhöhten Recyclingquoten, sowie größerer Produktverantwortung und Abfallvermeidung.


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